Wenn wir von den Brüdern
Grimm sprechen, meinen wir Jacob und Wilhelm Grimm. Sie hatten zwar
noch mehr Brüder, aber Jacob und Wilhelm arbeiteten immer zusammen.
Sie waren Sprachwissenschaftler und erforschten also Sprachen,
besonders die deutsche Sprache. Heute sind sie noch bekannt durch die
„Märchen der Brüder Grimm”.

Aber die Brüder Grimm
haben sich die Märchen aber nicht selbst ersonnen, sondern sie die
Märchen sammelten. Sie redeten mit vielen Leuten und sich die
Märchen erzählen lassen. Dann schrieben sie die Märchen auf und
auch sie überarbeiteten. Viele Eltern dachten, dass die Märchen zu
herzlos wären. Deshalb wurden sie später umgeschrieben, damit auch
Kinder sie lesen können.

Alle Kinder kennen heute
die Märchen der Brüder Grimm, aber nicht nur von den Büchern.
Viele Märchen wurden verfilmt oder sie gibt es auch als Hörspiel,
einige werden im Theater gespielt. Nach einigen Märchen wurde sogar
eine Oper geschrieben, zum Beispiel die Oper „Hänsel und Gretel”.

Die Brüder haben
letztendlich mehr als 200 Märchen gesammelt. Die bekannteste sind:
„Schneewittchen”, „Aschenputtel”, „Hänsel und Gretel”
oder „Rumpelstilzchen”.

Bibliographie

Die Brüder Jacob und
Wilhelm Grimm wurden 1785 und 1786 im Hanau geboren und sie auch
hatten vier Geschwister. Die Familie Grimm zog in 1791 nach Steinau.
1796 starb ihre Vater. Ihre Mutter und die fünf Kindern mußten aus
Steinau ausziehen. Eine Tante von Jacob und Wilhelm wohnte in Kassel
und die Jacob und Wilhelm zogen 1798. Da besuchten die Bruder das
Gymnasium „Lyceum Fridericianum”.

Sie zogen nach dem Ende
ihrer Schulzeit 1802 und 1803 nach Marburg, um Rechtswissenschaft zu
studieren.

Die Brüder hatten
besonders ein Interesse für die deutsche Sprache und Literatur und
sie zogen 1806 nach Kassel zurück.

Jacob und Wilhelm
begannen Sagen, Volkslieder und Märchen zu sammeln. Damals wurde die
Städt von den Franzosen erobert, und Napoleon machte seinen Bruder
Jérôme zum König in Kassel.

Jacob arbeitete als
Bibliothekar von ihm, aber Wilhelm war häufiger krank und hatte
keine Arbeit.

Die Gebrüder sammelten
Märchen und Geschichten als Buch die „Kinder- und Hausmärchen”
1812.

Die meisten Menschen
kennen heute „Dornröschen”, „Schneewittchen”, „Rotkäppchen”,
„Hänsel und Gretel” und mehr. Dieses Märchen der Brüder Grimm
würden in mehr als 170 Sprachen übersetzt!

1813 verließen die
französischen Besatzer Kassel. Die Brüder begannen damals an der
Landesbibliothek zu arbeiten. 1808 war ihre Mutter.1825 heiratete
Wilhelm Dortchen Wild und sie hatten drei Kinder. Jacob heiratete
nicht und wohnte mit seinen Bruder.

Sie fuhren 1829 an die
Universität von Göttingen, wo sie als Bibliothekare und Professoren
arbeiteten. Aber die Brüder mussten schon bald Göttingen noch
einmal verlassen, weil sie zusammen mit fünf anderen Kollegen gegen
den neuen König von Hannover protestierten. Jacob und Wilhelm zogen
wieder nach Kassel zurück. 1840 holte der neue König von Preußen
die Gebrüder an die Akademie der Wissenschaften nach Berlin. Hier
arbeiteten sie besonders an ihrem „Deutschen Wörterbuch”.
Wilhelm starb 1859 und Jacob Grimm 1863.

Heidelberger Romantiker
und Trennung

Jacob und Wilhelm wurden
in die Wissenschaftler- und Künstlergruppe aufgenommen, die heute
als “Heidelberger Romantiker” bekannt ist. Zu Beginn des
19. Jahrhunderts gehört Clemens Brentano, Sophie Mereau, Achim von
Arnim, Bettina Brentano, Caroline von Günderode und Joseph Görres
zu dieser Gruppe. Ïn Deutschland waren sie die Wortführer der
literarischen Romantik.

Jacob Grimm bekommte von
Savigny eine Einladung im Januar 1803 nach Paris. Beiden Brüdern
fanden diese Trennung schon nach kurzer Zeit tragisch. Sie sagten
damals, dass sie immer zusammen, zu leben und zu arbeiten, bleiben
würden.

Jacob schrieb am 12. Juli
1803: “Lieber Wilhelm, wir wollen uns einmal nie trennen, und
gesetzt, man wollte einen anders wohin tun, so müßte der andere
gleich aufsagen. Wir sind nun diese Gemeinschaft so gewohnt, daß
mich schon das Vereinzeln zum Tode betrüben könnte.”

4. Märchen

Die Bruder starteten
Märchen ab 1807 zu sammeln und aus mündlicher Überlieferung
dokumentieren. Der erste Band ihrer “Kinder- und Hausmärchen”
veröffentlichte 1812 und der zweite Band erschien 1815.

Die Bäuerin aus Hessen,
Dorothea Viehmann, hatte besondere Beteiligung an den Sammlungen. Sie
erzälhte den Gebrüder mehr als 40 Märchen, vor allem aus
Frankreich.

Beide Brüder kannten
nicht, dass ihre Märchensammlung so erfolgreich würde. Sie dachten,
dass ihre Arbeit Dienst am deutschen Kulturerbe war. Sie
veröffentlichen außerdem mehrere altdeutsche Sagen und Gedichte in
diesen ersten beiden Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts.

Ihre beliebteste Märchen
sind: Schneewittchen, Aschenputtel, Die Bremer Stadtmusikanten,
Rotkäppchen, Hans im Glück, Der Wolf und die sieben Geißlein, Das
tapfere Schneiderlein, Rapunzel, Dornröschen, Der gestiefelte Kater,
Rumpelstilzchen, Hänsel und Gretel.

Schneewittchen

«Es war einmal mitten
im Winter, und die Schneeflocken fielen wie Federn vom Himmel herab.
Da saß eine Königin an einem Fenster, das einen Rahmen von
schwarzem Ebenholz hatte, und nähte. Und wie sie so nähte und nach
dem Schnee aufblickte, stach sie sich mit der Nadel in den Finger,
und es fielen drei Tropfen Blut in den Schnee. Und weil das Rote im
weißen Schnee so schön aussah, dachte sie bei sich: Hätt’ ich ein
Kind, so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarz wie das
Holz an dem Rahmen! Bald darauf bekam sie ein Töchterlein, das war
so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarzhaarig wie
Ebenholz und ward darum Schneewittchen genannt. Und wie das Kind
geboren war, starb die Königin.

“Über ein Jahr nahm
sich der König eine andere Gemahlin. Es war eine schöne Frau, aber
sie war stolz und übermütig und konnte nicht leiden, daß sie an
Schönheit von jemand sollte übertroffen werden. Sie hatte einen
wunderbaren Spiegel wenn sie vor den trat und sich darin beschaute,
sprach sie:

“Spieglein,
Spieglein an der Wand,

Wer ist die Schönste
im ganzen Land?”

so antwortete der
Spiegel:

“Frau Königin,
Ihr seid die Schönste im Land.”»

Quelle: Grimm, J., Grimm,
W., Schiller, F. and Van der Smissen, W. (1887). Kinder- und
Hausma?rchen der Gebru?der Grimm. Toronto: Copp, Clark.

Das Deutsche Wörterbuch

Die Bruder möchten ein
Standardwerk, zu veröffentlichen, in dem alle deutschen Wörter,
die von Luther bis Goethe gesagt worden waren, gesammelt wurden. Das
war eine unglaubliche und unmögliche Idee! Diese Wörter wurden
in ihrer historischen Entwicklung, ihrer Herkunft, Bedeutung und
Schreibweise repräesentiert. Die Nutzung der Wörter im
zeitgenössischen Sprachgebrauch und in Fachsprachen wurde
aufgeschrieben, alles mit genauen und zahlreichen Zitaten und
Quellenangaben.

Die Brüder waren
bekannte Sprachwissenschaftlerr und es war ein erstaunliches Werk.

Jacob konnte zu Lebzeiten
nur A, B, C und E abschließen. Der letzter Begriff von Jacob war
‘Furcht’ und Wilhelm arbeitete bis Buchstabe D. Jacob starb 1863
in Berlin und Sprachwissenschaftler übernahmen die weitere Arbeit.
123 Jahre nach Beginn der Arbeit es erschien am 4. Januar 1961.Das
Wörterbuch ist eine Sammlung von 67.744 Textspalten und 350.000
Stichworten. Es ist bekkant als das größte deutsche Wörterbuch und
das erste, in dem auch Schimpfwörter ihren Eintrag finden.

Es ist auch eines der
größten Werke der europäischen Sprachwissenschaften.

Das Erbe der Brüder
Grimm

«Kinder- und
Hausmärchen» der Gebrüder Grimm ist einiges den bekanntesten
Büchern der Welt. Die Märchen von Jacob und Wilhelm Grimm wurden in
viele Sprachen übersetzt und sogar oft verfilmt.

Die Bücher sind auch
«Weltdokumentenerbe» der UNESCO, genauso wie nur sieben anderen
deutschen Werken, darunter eine Gutenberg-Bibel, Beethovens neunte
Symphonie und der Nachlass Goethes.

Die Grimms standen auf
den Scheinen von 1000 D-Mark, bevor den Euro existierte und es gab
viele Briefmarken mit den Gesicht des Brüder Grimm. Es gibt auch
viele Preise mit ihrem Namen.

In Hanau, ihrer
Geburtsstadt, steht ein Denkmal der Brüder Grimm und in Kassel gibt
es ein Brüder-Grimm-Museum.

Bibliographie

Brüder
Grimm Oktober 2017

https://klexikon.zum.de/wiki/Br%C3%BCder_Grimm

Die Brüder Grimm
Oktober 2017

http://www.planet-wissen.de/kultur/literatur/maerchen/pwiediebruedergrimm100.html

Die Brüder Grimm –
Kurzbiographie Oktober 2017

http://www.grimms.de/sites/all/themes/responsive_blog/files/Brueder-Grimm-Kinder-Biographie.pdf

Die Brüder Grimm und
“Das Deutsche Wörterbuch” November 2017

https://www.wasistwas.de/archiv-sport-kultur-details/die-brueder-grimm-und-das-deutsche-woerterbuch.html

Die schönsten Märchen
der Brüder Grimm Oktober 2017

https://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/favorites

Grimm, J., Grimm, W.,
Schiller, F. and Van der Smissen, W. (1887). Kinder- und Hausma?rchen
der Gebru?der Grimm. Toronto: Copp, Clark.

Märchen über Märchen
November 2017

http://www.zeit.de/zeit-geschichte/2012/04/Maerchen-Brueder-Grimm-Ursprueng

Streit um das Erbe der
Gebrüder Grimm November 2017

https://www.mopo.de/literatur-streit-um-das-erbe-der-gebrueder-grimm-20308344

Warum sagt man „Gebrüder
Grimm” und nicht „Brüder Grimm” November 2017

https://www.wissenschaft-im-dialog.de/projekte/wieso/artikel/beitrag/warum-sagt-man-gebrueder-grimm-und-nicht-brueder-grimm/